-
Kopenhagen – Königliche Geschichte, maritime Atmosphäre und neue Energie für die Weiterreise
Nach dem ruhigen ersten Tag fühlte ich mich heute schon deutlich erholter. Die Beine waren zwar noch etwas müde von den vergangenen Radetappen, aber ich hatte wieder Lust, Kopenhagen intensiver zu erkunden. Deshalb wurden meine Kreise heute etwas größer. Das Wetter blieb angenehm mit frischen Temperaturen und gelegentlichen Wolken – ideales Wetter für eine ausgedehnte Stadttour. Mein erster Weg führte mich zum Schloss Amalienborg, der Residenz der dänischen Königsfamilie. Die vier nahezu identischen Rokokopaläste bilden einen beeindruckenden achteckigen Schlossplatz, in dessen Mitte das Reiterstandbild von König Friedrich V. steht. Obwohl hier bis heute Mitglieder der königlichen Familie wohnen und arbeiten, wirkt das Schloss überraschend offen und zugänglich. Die Wachen in…
-
Tag 7 – Manchmal entscheidet ein kleiner Moment über den ganzen Tag
Manchmal entscheidet ein einziger Moment über den ganzen Tag. 🚴♂️ Morgens zerbricht meine Brille – und ich sehe meine Reise schon in Gefahr. Dank eines großartigen Mitarbeiters bei Fielmann in Mölln kann ich nach nur 20 Minuten weiterfahren. Am Abend erreiche ich die Ostsee. Dort brechen nach über 900 Kilometern alle Emotionen aus mir heraus. Dieser Tag wird mir für immer in Erinnerung bleiben.
-
Tag 6 – Durch die Heide bis an die Elbe
15. Juli 2026 | Von Celle nach Lauenburg/Elbe – 113 Kilometer Nach dem turbulenten Vortag hatte ich gehofft, in Celle endlich wieder richtig Kraft zu tanken. Doch obwohl das Hotelzimmer komfortabel war, verlief die Nacht alles andere als erholsam. Die Ereignisse des vergangenen Tages gingen mir immer wieder durch den Kopf. Das heftige Unwetter, die beiden Pannen und die stickige Luft im Zimmer sorgten dafür, dass ich nur unruhig schlief. Entsprechend müde saß ich nach dem Frühstück wieder auf meinem Fahrrad. Bevor es allerdings losgehen konnte, stand noch eine wichtige Aufgabe an. Im Fahrradraum des Hotels wechselte ich endlich den beschädigten Hinterreifen, den ich am Vortag in Burgdorf gekauft hatte.…
-
Tag 4 – Manchmal ist der klügste Weg nicht der längste
13. Juli 2026 | Durch den Naturpark Knüll bis nach Göttingen Nach einer ruhigen Nacht und endlich wieder richtig erholsamem Schlaf fühlte ich mich am Morgen deutlich frischer als an den Tagen zuvor. Trotzdem wusste ich, dass die Hitze auch heute wieder eine große Rolle spielen würde. Deshalb klingelte der Wecker früh, und schon am Morgen saß ich wieder im Sattel. Die kühlen Stunden wollte ich möglichst gut nutzen, bevor die Temperaturen erneut die 30-Grad-Marke erreichten. Eines hatte ich aus den vergangenen Tagen gelernt: Nicht jede vermeintliche Abkürzung ist tatsächlich eine gute Idee. Also nahm ich mir diesmal etwas mehr Zeit, um meine Route sorgfältig zu prüfen. Tatsächlich fand ich…
-
Tag 3 – Durch die Rhön zur verdienten Abkühlung
11. Juli 2026 | Von Zellingen nach Schlitz – 126 Kilometer Nach der unruhigen Nacht auf dem Campingplatz in Zellingen fiel das Aufstehen erstaunlich leicht. Um 8 Uhr saß ich wieder auf dem Fahrrad. Die Ereignisse des Vorabends wollte ich möglichst schnell hinter mir lassen – vor mir lagen 126 Kilometer und die Vorfreude auf neue Landschaften. Die ersten Kilometer verliefen genau so, wie man sich einen Sommertag auf dem Rad wünscht. Der Main-Radweg führte mich zunächst über Karlstadt bis nach Gemünden am Main. Die Morgensonne war noch angenehm, der Fluss lag ruhig neben dem Radweg und ich konnte den Tag deutlich entspannter beginnen als den vorherigen. In Gemünden gönnte…
-
Tag 1 – Der erste Tritt in ein großes Abenteuer
09. Juli 2026 | Von Unterkirchberg nach NördlingenEs war 14:45 Uhr, als ich die ersten Pedalumdrehungen machte. Der Moment, auf den ich monatelang hingearbeitet hatte, war endlich da: Meine Reise von Ulm bis nach Stockholm begann.Selten zuvor haben mir so viele Menschen vor der Abfahrt Glück gewünscht. Familie, Freunde, Kollegen – alle hofften, dass ich gesund ankomme und alles gut verläuft. Diese Wünsche gaben mir ein gutes Gefühl, machten mir aber auch bewusst, wie groß dieses Abenteuer tatsächlich ist.Vor der Abfahrt hatten sich noch einige meiner Kollegen aus dem Konzernbetriebsrat mein voll bepacktes Fahrrad angesehen. Zwischen neugierigen Blicken und anerkennendem Staunen fiel auch mehr als einmal mit einem Augenzwinkern der Satz: „Du spinnst!“ Ich musste lachen. Wahrscheinlich…