• Radreise,  Ulm Stockholm Trelleborg 2026

    900 Kilometer später – warum ich eigentlich losgeradelt bin

    Heute ist Mittwoch. Vor nicht einmal einer Woche, am Donnerstagnachmittag, bin ich in Ulm auf mein Fahrrad gestiegen. Seitdem liegen fast 900 Kilometer hinter mir.120, 140, 160 Kilometer am Tag. Bei Temperaturen um die 30 Grad.Viele werden denken, ich wollte möglichst schnell nach Stockholm.Aber wenn ich ehrlich bin, wollte ich gar nicht nach Stockholm.Ich wollte einfach nur weg.Weg von den letzten Wochen. Weg von dem Druck. Weg von dem Frust, der sich langsam in mir aufgebaut hatte.Von Anfang an habe ich Gas gegeben. Kilometer für Kilometer. Ich hatte keine Lust zu fotografieren. Keine Lust zu bloggen. Keine Lust, schöne Geschichten zu schreiben. Ich wollte einfach nur treten. Immer weiter.Denn ich…

  • Ulm Stockholm Trelleborg 2026

    Tag 2 – Kilometer sammeln zwischen Fachwerk, Weinbergen und Hitze

    10. Juli 2026 | Von Nördlingen nach Zellingen – ca. 160 Kilometer Der zweite Tag meiner Reise begann deutlich früher als der erste. Bereits kurz vor sieben Uhr rollte ich vom Hof meiner Gastgeber los. Bevor ich mein Zelt endgültig verstaut hatte, kam Nadine noch einmal vorbei, um sich von mir zu verabschieden. Genau diese kleinen Gesten machen One Night Tent für mich so besonders. Aus einer einfachen Übernachtung wird schnell eine persönliche Begegnung.Für diesen Tag hatte ich mir bewusst eine lange Etappe vorgenommen. Die knapp 160 Kilometer waren kein Selbstzweck, sondern Teil meiner Planung. Ich möchte mir in den ersten Tagen einen Zeitpuffer erarbeiten, um später – falls die…

  • Ulm Stockholm Trelleborg 2026

    Tag 1 – Der erste Tritt in ein großes Abenteuer
    09. Juli 2026 | Von Unterkirchberg nach Nördlingen

    Es war 14:45 Uhr, als ich die ersten Pedalumdrehungen machte. Der Moment, auf den ich monatelang hingearbeitet hatte, war endlich da: Meine Reise von Ulm bis nach Stockholm begann.Selten zuvor haben mir so viele Menschen vor der Abfahrt Glück gewünscht. Familie, Freunde, Kollegen – alle hofften, dass ich gesund ankomme und alles gut verläuft. Diese Wünsche gaben mir ein gutes Gefühl, machten mir aber auch bewusst, wie groß dieses Abenteuer tatsächlich ist.Vor der Abfahrt hatten sich noch einige meiner Kollegen aus dem Konzernbetriebsrat mein voll bepacktes Fahrrad angesehen. Zwischen neugierigen Blicken und anerkennendem Staunen fiel auch mehr als einmal mit einem Augenzwinkern der Satz: „Du spinnst!“ Ich musste lachen. Wahrscheinlich…

  • Radreisebericht

    Noch zwei Tage – zwischen Alltag und Abenteuer

    Noch zwei Tage. Eigentlich müsste ich längst voller Vorfreude sein. Dieses Kribbeln im Bauch, das mich sonst schon Wochen vor einer großen Tour begleitet, ist dieses Mal erstaunlich spät gekommen. Und wenn ich ehrlich bin, weiß ich auch warum. Die vergangenen Wochen waren geprägt von Terminen, Verantwortung und Organisation. Ich durfte an einem Kommunikationscamp der IGBCE teilnehmen, habe mich intensiv mit Kommunikation und Kommunikationszirkeln beschäftigt. Gleichzeitig mussten wir im Betriebsrat wegen der aktuellen Situation unsere Klausurtagung nur eine Woche vorher komplett neu planen. Dazu kamen zahlreiche Gespräche mit Beratern, die Organisation von Unterstützungsmaßnahmen für den Betriebsrat und viele weitere Termine. Und als wäre das nicht genug, stehen in den nächsten…